4 Wochen Zuckerfrei in der Weihnachtszeit! (Ein Selbstexperiment)


Plätzchen essen, Glühwein trinken- willkommen in der Vorweihnachtszeit! Eine tolle Zeit und gleichzeitig ist man doch vielen süßen Versuchungen ausgesetzt.

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich vermehrt zu süßen Leckereien greife.

Dieses Jahr möchte ich es anders machen und habe mir bewusst die Weihnachtszeit für ein Experiment ausgesucht: Ich werde mich 4 Wochen zuckerfrei ernähren.

Schon häufig habe ich von einer komplett zuckerfreien Ernährungsweise und deren positive Auswirkung auf Körper und Geist gehört. Ich bin neugierig geworden. Da ich gerne eigene Erfahrungen mache, habe ich mich kurzerhand am 22.11.21 dazu entschlossen, mich 4 Wochen lang bis zum 19.12.21 zuckerfrei zu ernähren.

Heute möchte ich dir einen ersten Einblick geben, da ich mich mittlerweile 2 Wochen „zuckerfrei“ ernähre.

Worauf verzichte ich?

Ich verzichte 4 Wochen lang auf:

1. Haushaltszucker (alles über 1g pro 100g)

2. Milchzucker (alles über 4g pro 100g)

3. Süssungsmittel (z.B. in Light Produkten, Fertigprodukten)

4. Bei Obst und Gemüse greife ich auf die zuckerarmen Sorten zurück z.B. Beeren


Konkret bedeutet dies: Keine Süßigkeiten, kein Gebäck, keine Plätzchen, keine Dressings und Saucen, kein Glühwein, keine süßen Getränke…


Nach 2 Wochen werde ich Zuckerersatzprodukte wie Xylit, Erythrit, Datteln ausprobieren um damit süße, zuckerfreie Snacks wie z.B. Weihnachtsgebäck erstellen.


Und warum das Ganze?

Mein Ziel ist es Erfahrungen zu sammeln, welche ich an andere Menschen weitergeben kann.

Zucker hat keinerlei positiven Einfluss auf unseren Körper- Im Gegenteil: Ein hoher Zuckerkonsum kann viele Krankheiten fördern und zu Übergewicht, Diabetes, einem geschwächten Immunsystem und einer gestörten Darmflora führen.

Es macht also durchaus Sinn seinen Zuckerkonsum zu überdenken und bei Bedarf zu reduzieren.

Durch das Experiment möchte ich zudem folgende Fragen beantworten:


  1. Wie fühle ich mich ohne Zucker? Wie sind meine Stimmung und mein Energielevel? Merke ich positive Veränderungen? (körperlich und geistig)

  2. Wie schwer fällt mir die Umstellung? Wie geht es mir am Anfang? Habe ich Entzugserscheinungen?

  3. Wie alltagstauglich ist eine zuckerfreie Ernährung für mich? Ist sie auch realisierbar, wenn ich viel unterwegs bin?

  4. Welche gesunden, süßen Alternativen zu Zucker gibt es?

Meine Erfahrungen der ersten 2 Wochen:

Vor Beginn meines Selbstexperiments habe ich einige Zeit damit verbracht, sowohl meine Lebensmittel zuhause auf ihren Zuckergehalt zu prüfen, als auch mir verschiedene Lebensmittel im Supermarkt genauer anzuschauen.

Obwohl ich mich auch schon vor dem Experiment weitgehend gesund und ausgewogen ernährt habe, musste ich doch einige Lebensmittel aus meiner Küche verbannen:

Mein Proteinpulver (aufgrund von Süßungsmitteln), dunkele Schokolade, Joghurts, Salatdressings, Honig, Marmelade, Ketchup, Cola Zero, Orangensaft, Aufstriche.

Im zweiten Schritt habe ich dann zuckerfrei eingekauft. Mein Fokus lag dabei auf unverarbeiteten Lebensmitteln wie Gemüse, Kartoffeln, Reis, Fleisch, Fisch, magerer Aufschnitt, Käse, Haferflocken, Eier, Wasser, Tee, Öle.


Mein Frühstück bestand zB. aus:

1. Haferflocken, Proteinpulver (ohne Geschmack), Chiasamen, Leinsamen, Himbeeren und Heidelbeeren

2. Rührei mit Tomaten und Pilzen, Vollkornbrot mit Käse und Tomaten und Gurken.

Mein Mittag-/Abendessen:

1. Gemüsepfanne mit Hähnchen und Reis (gewürzt mit zuckerfreier Sojasauce)

2. Fisch mit Kartoffeln und Brokkoli

3. Kartoffeln, Spinat und Ei

4. Gesunde Burger mit Dinkelbrötchen (ohne Sauce, dafür mit Käse und Ei)

5. Salatvariationen mit Ei und Garnelen, verfeinert mit Öl-Dressing

Meine Snacks:

1. Zuckerfreie Cornflakes mit Beeren und Sojamilch

2. „Dessert“ Tee (Bratapfel)

3. Beeren

4. Reiswaffel mit Käse


Mein Wohlbefinden:

Am ersten Tag ohne Zucker hatte ich Kopfschmerzen und vor allem am Nachmittag vermehr Hunger auf etwas Süßes. Ich habe daraufhin einen „Dessert“ Tee getrunken und eine Reiswaffel gegessen, was meinen Heißhunger reduziert hat.

Die nachfolgenden Tage verliefen viel besser. Ich konnte mich problemlos an meine zuckerfreie Ernährung halten und habe festgestellt, dass ich keine Mittagstiefs mehr habe, sondern mich zunehmend fitter und energiegeladener fühle. Mein Heißhunger war nach wenigen Tagen komplett verschwunden.


Die Umsetzung:

Die Umsetzung fiel mir mit etwas Planung recht leicht, da ich überwiegend zuhause gegessen und gekocht habe, sowie Essen für die Arbeit vorbereitet habe.

Schwieriger wurde es, als ich auf dem Weihnachtsmarkt war. Eine zuckerfreie Alternative zum Glühwein konnte ich nicht finden. Lediglich Bier und Tee blieben als Alternative.

Ebenso war es mit dem Essen: Der Weihnachtsmarkt war voll von Süßigkeiten und süßen Snacks, die alle sehr verlockend aussahen. Ich hatte allerdings schon zuhause gegessen, sodass ich keinen Hunger hatte, sondern lediglich Appetit. Diesen konnte ich dann mit einem Flammkuchen stillen. Eine süße, zuckerfreie Alternative konnte ich leider nicht finden.


Fazit nach 2 Wochen zuckerfrei:

Ich bin erstaunt, dass ich mich nach so einer kurzen Zeit schon so viel fitter und energiegeladener fühle. Überraschend, da ich auch vor dem Experiment nicht so viel Zucker gegessen habe. Dennoch konnte ich einen klaren Unterschied feststellen. Meine Mahlzeiten zuckerfrei zu gestalten ist mir nicht schwergefallen. Lediglich die komplett zuckerfreien aber süßen Snacks sind ohne Zuckeralternativprodukte schwierig zu gestalten. Hierbei habe ich vermehrt auf Obst zurückgegriffen. Außerhalb Essen ist möglich, solange man nicht nach etwas Süßem sucht, denn das ist (bis auf Obst) vergeblich.

Ich freue mich auf den 2. Teil des Experiments denn nun werde ich verschiedene Zuckeralternativen ausprobieren. Ich werde berichten.



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